1. Stammtöne einschließlich Anfangs- und Zielton zählen → Intervallzahl.\n2. Halbtonabstand prüfen → Qualität bestimmen.
| Intervall | Halbtöne | Qualität | typische Funktion/Wirkung |
|---|---|---|---|
| Prime | 0 | rein | Identität |
| kleine Sekunde | 1 | klein | starke Reibung, Leittonnähe |
| große Sekunde | 2 | groß | Tonleiterbewegung |
| kleine Terz | 3 | klein | Moll-Dreiklang |
| große Terz | 4 | groß | Dur-Dreiklang |
| Quarte | 5 | rein | kontextabhängig; im Bass oft spannungsreich |
| Tritonus | 6 | ü4 / v5 | starke Spannung, Dominantseptakkord |
| Quinte | 7 | rein | Grundlage vieler tonaler Beziehungen |
| kleine Sexte | 8 | klein | Umkehrung der großen Terz |
| große Sexte | 9 | groß | Umkehrung der kleinen Terz |
| kleine Septime | 10 | klein | Dominantseptakkord |
| große Septime | 11 | groß | Leittonspannung |
| Oktave | 12 | rein | Oktavidentität |
Intervallumkehrung
Bei der Umkehrung ergänzen sich die Intervallzahlen zu 9: Sekunde ↔ Septime, Terz ↔ Sexte, Quarte ↔ Quinte. Rein bleibt rein; groß wird klein; vermindert wird übermäßig.
Konsonanz und Dissonanz
Die Begriffe sind historisch und stilabhängig. In klassisch-tonalem Kontext gelten Prime, Oktave, Quinte sowie Terzen und Sexten meist als konsonant; Sekunden, Septimen und Tritonus als dissonant. In Musik des 20. Jahrhunderts können dissonante Klänge bewusst ohne traditionelle Auflösung verwendet werden.
Intervall-Hörtrainer
Höre zwei Töne nacheinander und ordne das Intervall zu.
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