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Kapitel 3

Intervalle

Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen – nacheinander oder gleichzeitig. Zur Bestimmung braucht man zwei Schritte: Zahl (Prime, Sekunde, Terz …) und Qualität (rein, klein, groß, vermindert, übermäßig).

1. Stammtöne einschließlich Anfangs- und Zielton zählen → Intervallzahl.\n2. Halbtonabstand prüfen → Qualität bestimmen.
IntervallHalbtöneQualitättypische Funktion/Wirkung
Prime0reinIdentität
kleine Sekunde1kleinstarke Reibung, Leittonnähe
große Sekunde2großTonleiterbewegung
kleine Terz3kleinMoll-Dreiklang
große Terz4großDur-Dreiklang
Quarte5reinkontextabhängig; im Bass oft spannungsreich
Tritonus6ü4 / v5starke Spannung, Dominantseptakkord
Quinte7reinGrundlage vieler tonaler Beziehungen
kleine Sexte8kleinUmkehrung der großen Terz
große Sexte9großUmkehrung der kleinen Terz
kleine Septime10kleinDominantseptakkord
große Septime11großLeittonspannung
Oktave12reinOktavidentität
Intervallumkehrung

Bei der Umkehrung ergänzen sich die Intervallzahlen zu 9: Sekunde ↔ Septime, Terz ↔ Sexte, Quarte ↔ Quinte. Rein bleibt rein; groß wird klein; vermindert wird übermäßig.

Konsonanz und Dissonanz

Die Begriffe sind historisch und stilabhängig. In klassisch-tonalem Kontext gelten Prime, Oktave, Quinte sowie Terzen und Sexten meist als konsonant; Sekunden, Septimen und Tritonus als dissonant. In Musik des 20. Jahrhunderts können dissonante Klänge bewusst ohne traditionelle Auflösung verwendet werden.

Intervall-Hörtrainer

Höre zwei Töne nacheinander und ordne das Intervall zu.

Starte mit „Neues Intervall“.